
Auf der Produktionsfläche sind Spannungsschwankungen keine Theorie – sie treten tatsächlich auf. Ein Rückgang um 10 % führt zu einer Verringerung der spektralen Leistung des Lichts. Ein Anstieg um 10 % wiederum verursacht Veränderungen im Lichtspektrum und führt dazu, dass Energie verschwendet wird. Wenn die UV-Lampe eine schnelle, tiefe Durchdringung der Oberfläche bewirken soll, zeigt sich diese Instabilität sofort: Es kommt zu einem Verlust an Haftung der Beschichtung, Problemen mit der Oberflächenqualität sowie zu Fehlern, die dazu führen, dass die Beschichtung in den Abfall wandert.
Was wirklich wichtig ist
Wir haben unsere Spannungscompensation so konzipiert, dass sie eine konstante Lampposition gewährleistet – unabhängig von Schwankungen in der Stromversorgung. Dadurch bleibt die spektrale Leistung konstant, egal ob es sich um Wellenlängen von 254 nm, 365 nm oder um sichtbares Licht handelt. Dadurch bleibt die maximale Strahlungsintensität am Substrat vorhersagbar. Diese Stabilität sorgt dafür, dass die Dosisprofil genau richtig ist – auch bei dicken Tintenschichten und festen Pigmenten.
Warum das in der Praxis funktioniert
In widrigen Bedingungen hält die Compensation-Technologie die Lampe bei ihrer vorgesehenen Betriebsweise. So bleibt die Geschwindigkeit der Aushärte konstant – ohne ständige Anpassungen der Einstellungen. Zudem werden Ausfälle vermieden, die die Oberflächenqualität beeinträchtigen könnten. Die Lampe liefert somit genügend Energie an den richtigen Stellen – für eine schnelle Aushärtung an der Oberfläche sowie für eine effektive Durchdringung der Schicht – ohne das Substrat übermäßig zu belasten.
Ein paar weitere Details
Das System funktioniert mit herkömmlichen Hochdruck-Mercurydampflampen. Es wird außerdem ein spezieller Ballast benötigt, der die richtige Leistung bereitstellt. Zudem muss der Reflektor richtig ausgerichtet sein. Man kann mit einem etwas größeren Platzbedarf für den Compensation-Modul rechnen. Bei der Installation müssen außerdem die Erdung sowie die Temperaturbedingungen berücksichtigt werden. Und ja: Um die besten Ergebnisse zu erzielen, muss die spektrale Leistung der Lampe weiterhin auf das Photoinitiator-Spektrum der Tinte abgestimmt werden.